Bayrisch für Anfänger – Folge 7: Brotzeit

Brotzeit, die (Subst., fem., Brot|zeit, [brozzaid]**)

Was im Rest Deutschlands im Allgemeinen als Pausenbrot, Zwischenmahlzeit und ohne weitere Bedeutung verzehrt wird, verkörpert in Bayern ein Stück bayrische Kultur (siehe Biergarten)! Den Ursprung der Brotzeit findet man in der ländlichen Gegend Bayerns. Dort, waren es die hart arbeitenden Bauern, die zur Stärkung eine deftige Zwischenmahlzeit genehmigten, um gestärkt weiter zu schaffen. Traditionell wird daher die bayerische Brotzeit auf Holzbrettern anstatt Porzellangeschirr als deftige, realtiv große, aber dennoch aus einfachen Zutaten gehaltene Mahlzeit serviert. [1] Verzehrt wird die Brotzeit auch als Ersatz für Mittag- oder Abendessen, dann meist im Biergarten.

Wie der Name schon sagt ist das Brot das Wichtigste bei der Brotzeit, dieses muss jedoch nicht menganmäßig am Größten sein.  Typischerweise wird würziges Brot, Natursauerteig, Körnerbrot oder Ähnliches verwendet. [2] Die bayrische Brezn darf dabei nicht fehlen und kann auch das Brot ersetzen. Verschiedene Käse-und Wurstaufschnitte, bevorzugt aus der Region, mit selbstgemachten Wurst-, Kartoffel- und auch Gurkensalat sorgen für eine würzig-deftige füllende Mahlzeit. Komplementiert wird mit scharfen Gemüse, d.h. Radi und auch sauren Essiggurken. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Wahl des Aufstriches. Es wird in Bayern so gut wie immer Obazda gegessen, aber auch Schmalz, Kartoffelkäse und ganz klassische Butter sind beliebt.  [1] Es ist alles erlaubt, was gut sättigt und eher kalt gegessen wird. Fisch ist kein Bestandteil der Brotzeit und daher sehr unüblich. In Bayern ist es Tradition seine eigene Brotzeit beim Gang in den Biergarten mitzunehmen und bei einem Bier oder Radler zu verzehren.

Maily

Maily

HOH HOH HOH --- Water joke.

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