Bayrisch für Anfänger – Folge 8: Biergarten

Biergarten, der (Subst., mask., Bier|gar|ten)

Entstanden im 19.Jahrhundert in München und geliebt von allen Alterschichten seit jeher ist der Biergarten, ein Ort an dem man die bayrische Gemütlichkeit sehr authentisch erleben kann. Unter den schattigen Bäumen, meistens Kastanien*, genießen die Münchner von März bis zum Herbstanfang ihr Bier im Freien in geselligen Runden mit Freunden, Kollegen, Familie. Jedoch nicht jede Bewirtung im Freien gilt als Biergarten, sondern nur diese, die auch der 1999 festgelegten Biergartenverordnung Folge leisten:

Kennzeichnend für den bayerischen Biergarten im Sinne der Verordnung sind vor allem zwei Merkmale: der Gartencharakter und die traditionelle Betriebsform, speziell die Möglichkeit, dort auch die mitgebrachte, eigene Brotzeit unentgeltlich verzehren zu können, was ihn von sonstigen Außengaststätten unterscheidet.

Damit wäre auch die Besonderheit des ‚Biergartens‘ hervorgehoben. Unterschieden wird bei den meisten ‚Biergärten‘ jedoch in bewirtete und unbewirtete Bereiche. In bewirteten Bereichen ist es nicht erlaubt die eigene Mahlzeit mitzunehmen, daher sind diese Bereiche meistens durch hochwertige Sitzmöglichkeiten sichtbar von dem „richtigen“ Biergarten getrennt. In einem unbewirteten Bereich ist es gerne gesehen die eigene Brotzeit bei einem dort erworbenen Getränk (!) zu genießen oder sich bei der Selbstbedienung auch warmes Essen zu genehmigen. Es gibt zahlreiche Biergärten in München, von denen einige auch in der Presse vorgestellt werden.

* zurückzuführen ist dies auf die Entstehung des Biergartenbetriebs, bei denen die Bierkeller in den Flussterrassen der Isar angelegt wurden und Kastanien wegen ihrer flachen Wurzel gepflanzt wurden, um das Kellergewölbe zu schonen[1]

Maily

Maily

HOH HOH HOH --- Water joke.

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