Olydorf-Theaterausschuss in Prag auf den Spuren Kafkas

Als der Olydorf-Theaterausschuss eines Morgens aus ruhigen Träumen erwachte, fand er sich in einem Studentenwohnheim in Prag zu einer neugieren Touristentruppe verwandelt.

Wie in dem vorherigen Artikel erwähnt wurde, führt der Olydorf-Theaterausschuss dieses Jahr im Juli „Die Verwandlung“ von Franz Kafka auf. Aus diesem Grund hat der Ausschuss eine Reise nach Prag auf den Spuren Kafkas geplant. Die Verwandlung von der Erzählung zu einem Theaterstück ist sehr interessant. Der Olydorf-Theaterausschuss hat viele gute Ideen zur Inszenierung der Erzählung und wie die Leitmotive auf der Bühne gezeigt werden können. Da will ich aber nichts verraten, am besten sehen wir die Aufführung im Juli zusammen.
Die Exkursion nach Prag mit TeilnehmerInnen der vielen jetzigen und ehemaligen Mitglieder vom Theaterausschuss und jetzigen und ehemaligen Olydorf-BewohnerInnen hat singend im Zug begonnen. Von München nach Prag war eine lange Fahrt durch viele Baustellen vor uns. Wir sind wegen Bauarbeiten zwei Mal umgestiegen. Zum Glück hat der Sören seine Gitarre und vier Gesangbücher mitgebracht, sodass unsere Stimmung hochgeblieben ist. Als wir in Prag angekommen sind, haben wir einen lustigen Mann getroffen, der mit der Gitarre singen wollte. Hier ist ein kleines Video davon.

Er ist danach mit uns gelaufen und hat versucht, uns durch die Stadt zu helfen. Es hat zu unserem Glück noch eine Baustelle auf der Tramstrecke gegeben. Ehrlich gesagt hatte ich bisschen Angst, dass er mit uns bis zum Studentenwohnheim mitfährt –ist aber nicht passiert. Wir sind am Freitagabend mit einer kleinen Verspätung im Studentenwohnheim heil angekommen. Am nächsten Tag war die Stadtführung geplant.

Auf Geht’s! Auf den Spuren Kafkas!


Die Stadtführung auf den Spuren Kafkas begann pünktlich bzw. eine halbe Stunde nach dem geplanten Zeitpunkt im Wenzelsplatz –wie die Prager sagen- vor dem Schweif. Unsere Stadtführerin Lucretia vom Olydorf-Theaterausschuss hat einen spielerischen und lehrreichen Anfang geplant. Wir haben ein bisschen Tschechisch gelernt, aufgewärmt und Spaß gehabt. Lucretia hat ein Jahr lang in Prag gewohnt und da eine Ausbildung zur Stadtführerin gemacht, sie war quasi eine professionelle Stadtführerin, die für uns über das Leben von Franz Kafka spezialisiert war und hat für uns eine tolle Route bzw. die Spuren Kafkas geplant. Als erstes hat uns unsere Stadtführerin Informationen über die Stadt und das Leben von Kafka mitgeteilt. Wir sind überall zu Fuß auf den Spuren Kafkas gegangen. Wir waren, wo Kafka gearbeitet hat und vor einem Café, vor dem viele Bilder von den Personen im Leben von Kafka aufgehängt waren. Sein Gymnasium im mittleren Stadtring sowie sein Geburtshaus und sein Denkmal haben wir besichtigt. Währenddessen hat Lucretia uns über die Personen in Kafkas Leben, seine Werke, sein Leben in Prag und die Stadt informiert. Sie hat sogar die Stadtführung mit den Zitaten von Kafka verschönert. Vor der Mittagspause waren wir noch im jüdischen Friedhof, wo der Graben von Kafka nicht da ist. Hier sind Fotos von unserer Stadtführung.

Lucerna Passage, Kunstwerk von David Cerny, das als eine Parodie auf das Monument im Wenzelsplatz interpretiert werden kann. Ein Kunstwerk von ihm war später auch vor dem Kafka Museum.

 

Das Geburtshaus von Kafka

Mittlerer Stadtring (Kafkas Gymnasium ist auch in der Nähe)

Das Denkmal von Kafka

Fotos von der schönen Stadt, während wir den Spuren Kafkas folgen:

 

Nach dem Mittagsessen mussten wir noch den Weg zum Kafka Museum finden. Über die Karlsbrücke sind wir zum Museum gelaufen. Musik hat uns immer wieder während der Prag-Exkursion begleitet. Hier sind Fotos von den Straßenkünstlern und der Karlsbrücke.

       

Zeit für das Kafka Museum!

Im Kafka Museum hatten wir eine deutsche Führung. Das Museum hatte eine düstere Atmosphäre und hat die Stimmung in den Werken von Kafka hervorragend widerspiegelt. Es war wortwörtlich kafkaesque.

   

Danach sind wir noch zur Prager Burg gelaufen. Bis zu unserem gemeinsamen Abendessen haben wir noch ein bisschen Prag besichtigt. Nach dem Essen haben wir uns in kleinere Gruppen aufgeteilt und haben ein bisschen von dem Nachtleben in Prag mitbekommen.

Am Sonntag hatten wir Freizeit. Nachdem wir unsere Koffer im Hauptbahnhof in den Schließfächern gelassen haben, haben wir noch zusammen gefrühstückt und weiterhin die Stadt besichtigt. Luki hat uns einen der Lieblingsorte von Pragern, nämlich das Metronom, gezeigt und da haben wir die meiste Zeit verbracht. Der Blick im Metronom war eine Augenweide.

Das Wetter war sehr schön und sonnig zu unserem Glück. Ich war zum ersten Mal in Prag und ich finde die Stadt wunderschön und lebendig. Prag aus der Sicht einer Einwohnerin und auf den Spuren Kafkas besichtigen zu können, war ein unglaublich tolles Erlebnis für mich. Ich wünsche unserem tollen Olydorf-Theaterausschuss viel Spaß bei der Vorbereitung auf das Stück und viel Erfolg bei der Aufführung im Juli.

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