Bayrisch für Anfänger – Folge 5: Gschaftlhuaba, der

Der Gschaftlhuaba ist Einer, der sich gerne ungefragt einmischt und zu jedem Thema, jeder Frage und jedem Problem etwas (seiner Meining nach bahnbrechendes) beizutragen hat. Er reißt auch gerne Aufgaben an sich, weil er weit und breit die intelligenteste, erfahrendste und oranisatorisch fähigste Person ist. Es ist sehr schwierig für ihn, sich irgendwo rauszuhalten oder andere etwas machen zu lassen, ohne sie dabei zu beaufsichtigen. Denn er ist der Einzige, der weiß, wie man es genau macht. Er muss also überall mitgschaftln, weil ohne ihn gar nichts laufen würde.

Gleichzeitig lamentiert er aber in einem fort, dass er immer alles machen und organisieren muss, weil alle anderen gar nichts gebacken kriegen. So lebt er in einem gesundheitsgefährdenden Dauerstresszustand! Sein weibliches Pendant ist die Gschaftlhuaberin.

Die wichtigste Verhaltensregel im Umgang mit dem Gschaftlhuaba/der Gschaftlhuaberin  für uns minderbemittelte und organisationstechnisch unzureichend qualifizierte Durchschnittsmenschen ist, ihn/sie einfach gschaftln zu lassen.  Wendet er/sie sich wichtigerem zu, macht man einfach alles so wie man es für richtig hält.

Ist das Ergebnis der Aktion positiv, ist der Gschaftlhuaba/die Gschaftlhuaberin zufrieden, weil ja von ihm/ihr erklärt wurde, wie man sowas richtig macht.

Ist das Ergebnis der Aktion negativ, ist der Gschaftlhuaba/die Gschaftlhuaberin zufrieden, weil er/sie doch der einzige fähige Mensch auf dieser Welt ist.

 

 

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