ComOly 2018 – Die Menschen dahinter

ComOly 2018 – Das Interview

Vor 5 Jahren erfolgreich wiederbelebt, fand auch dieses Jahr wieder der Kleinkunstwettbewerb ComOly statt! Kurz vor dem diesjährigen Finale haben sich drei der vier Organisator*innen (Juliane alias Julle Westermann, Magdalena Griesbauer und Neuzugang Vivien Henke) vom Veranstaltungsausschuss (VA) kurz Zeit genommen für ein sehr amüsantes Interview über den VA, eine Bilanz der letzten Jahre und natürlich über den diesjährigen Wettbewerb!

  1. Wie lange seid ihr denn alle schon bei der Orga vom ComOly dabei? Und allgemein beim VA?

Julle: Ich hab‘ keine Ahnung! (kurze Pause). Ich glaube, ich hab‘ 2015 angefangen. 2014 bin ich ins Dorf gezogen, da hab‘ ich noch gar nichts mitbekommen, ich Kulturbanause.

Julle & Magdalena (gleichzeitig): Seit 2014 sind wir beim VA, wir haben zusammen angefangen.

Magdalena: Das heißt, wir sind dieses Jahr echt schon zum vierten Mal dabei!

Vivien: Ich bin ganz neu, sowohl im VA als auch bei ComOly.

  1. Hintergrundinfo: Wie viele Leute seid ihr eigentlich im VA? Und jetzt bei der Orga?

Julle: Im VA sind wir insgesamt 10 Leute, ComOly haben wir zu viert organisiert, Magdalena sogar nur ehrenamtlich! Im Grunde sind wir ja aber alle ehrenamtlich dabei, auch ich als Präsidenvertreterin. Mohamad, der neue Eventmanager des Vereins, war dieses Jahr natürlich auch beteiligt.

ComOly 2018 - Die Menschen dahinter

  1. Was schätzt ihr, wie viele Stunden Arbeit stecken denn hinter dem Event?

Magdalena: Mit der Planung haben wir im August angefangen – also relativ spät! Die letzten Jahre haben wir immer früher begonnen, auch weil eindeutig geklärt war, wer zuständig ist. Seit diesem Jahr liegt die Organisation als solche nicht mehr beim VA, sondern beim neu geschaffenen Amt vom Eventmanager. Der wurde aber erst im Juli gewählt, deswegen hat sich alles nach hinten verschoben.

Julle: Genau, und der VA wurde auch intern umstrukturiert, weshalb sich keiner mehr „zuständig“ gefühlt hat. Da der Eventmanager das Ganze aber auch nicht alleine organisieren, sondern mehr als Ansprechpartner fungieren soll, mussten wir dann noch relativ spontan ein paar Leute für die Projektleitung zusammentrommeln. Je nachdem, wie nach diesem Jahr die Bilanz ausfällt, kann es sein, dass es noch mal zu Umstrukturierungen in Bezug auf die Hauptverantwortung kommt.

  1. Ihr habt erwähnt, dass es bei euch Umstrukturierungen gab. Welche genau?

Magdalena: Jetzt gibt es beispielsweise keine Ressorts mehr. Davor hatten wir unter anderem ein Kultur-Team, Werbe-Team, etc. …

Julle: … was auch daran liegt, dass der Verein jetzt eine Webdesignerin hat, die unter anderem vollständig die Werbung für ComOly übernommen hat. Der VA spezialisiert sich ab sofort mehr auf die Planung von Veranstaltungen und weniger auf das „Drumrum“, wie z. B. das Erstellen von Plakaten.

  1. Blöde Frage, aber welche Events werden eigentlich genau vom VA organisiert (von ComOly mal abgesehen)?

Julle: Der VA unterstützt hauptsächlich Lounge und Disco. Also, wenn in der Disco eine Halloween-Veranstaltung stattfindet, sind wir diejenigen, die sich um die Deko kümmern. Und die Veranstaltungen der Lounge, die dienstags stattfinden, wie z. B. Bierpong, das läuft auch über uns.

Madgalena: Mit den anderen Ausschüssen haben wir eher wenig zu tun.

(Also ihr Lieben, jeden Dienstag in die Lounge! Mehr Infos dazu auf Facebook (Anm. d. Red.))

  1. Noch mal zurück zu ComOly: Wer von euch war heuer für was zuständig?

Vivien: Julle und Magdalena hatten bereits deutlich mehr Erfahrung als ich, weshalb sie mir viele Abläufe erstmal erklärt haben. Mohamad und ich sind ja beide zum ersten Mal dabei, da fällt der Überblick doch noch recht schwer, weil das Ganze doch ziemlich komplex ist. Vor allem in Bezug auf das Vereinskonstrukt und die jeweiligen Ansprechpartner gab es viel zu lernen. Heißt im Klartext: Julle und Magdalena hatten den Plan und wir haben ihre Anweisungen ausgeführt. (Alle lachen)

Magdalena: Wir haben aber schon noch selbst was gemacht, ganz faul waren wir nicht!

Julle: Wir haben uns z. B. mehr auf die Sponsorensuche konzentriert. Oder ich habe mich speziell um die Kommunikation zwischen Studentenwerk und der Bierstube gekümmert, wo die Künstler kulinarisch versorgt wurden.

Magdalena: Wir haben aber auch viel gemeinsam gemacht. Die Künstler haben sich bei uns mit einem Video beworben, da haben wir zusammen ausgewählt, wer auftreten durfte. Die Mail-Korrespondenz haben wir auch alle untereinander aufgeteilt.

  1. Nach welchem Konzept habt ihr Künstler angefragt? Wie wurde ausgewählt?

Julle: In diesem Jahr haben sich die Künstler zum ersten Mal beworben, die Jahre vorher mussten wir den Leuten leider zum Teil hinterherlaufen. Mittlerweile hat sich der ComOly in der Münchner Künstlerszene aber schon rumgesprochen. Viele der diesjährigen Teilnehmer waren schon mal für ein Event bei uns.

Magdalena: Zum Glück haben wir mittlerweile eine ziemlich lange Liste mit E-Mail-Adressen, die wir nutzen konnten. Die Video-Bewerbung lief heuer ganz gut!

Julle: Stimmt, jeder Künstler durfte ein Youtube-Video schicken. Ich habe auf der Fahrt nach Hause nach Münster sicher 6-7- Stunden mit den Videos überbrücken können. Wenn ein Video 15 Minuten lang ist, zieht sich das schon ganz schön hin. (lacht) Wir haben auch darauf geachtet, Künstler aus verschiedenen Genres einzuladen, also nicht nur Sänger oder nur Poetry Slammer. Wir haben die Teilnehmer vor allem nach dem Aspekt ausgewählt, dass es für die Gäste abwechslungsreich ist. (Alle nicken zustimmend) Was für die Künstler selbst allerdings etwas schwierig ist, denn man vergleicht dann unter Umständen Äpfel mit Birnen, z. B. Poetry Slammer mit Musik-Kabarettisten.

Vivien: Wir wollten auf jeden Fall für gute Stimmung im Publikum sorgen, das war uns sehr wichtig!

  1. Wie viele Besucher kommen denn in etwa?

Magdalena: Die beiden Vorrunden veranstalten wir in der Lounge, was ja noch deutlich kleiner ist als die Disco, in der das Finale stattfindet. Zu den Vorrunden kommen erfahrungsgemäß noch nicht sooo viele, aber im Halbfinale wäre es in der Lounge schon ziemlich kuschelig geworden.

Julle: So 60-70 Leute waren schon immer da. Vielleicht auch 80…Tendenz steigend.

Vivien: Da wir nur im Olydorf Werbung machen, kommen die meisten Gäste auch von hier.

Julle: Seit kurzem haben wir jetzt das Ok vom Studentenwerk, dass wir auch außerhalb Werbung machen dürfen.

Magdalena: Also nächstes Jahr wird’s noch größer. Da starten wir richtig durch…

Julle: … und verlangen vielleicht auch Eintritt. (lacht)

 

ComOly 2018 - Die Menschen dahinter

Die diesjährigen Teilnehmer im Überblick

  1. Wenn ihr Bilanz zieht, was hat sich in diesem Jahr im Vergleich zu den vorherigen verändert? Bzw. plant ihr Änderungen für nächstes Jahr?

Magdalena: Also das Konzept ist gleichgeblieben, und das ist auch gut so. ComOly ist ein Wettbewerb, der sich jedes Jahr mehr etabliert und der beim Publikum super ankommt. Deshalb sehe ich gar keinen Bedarf, was zu ändern. Wobei, was wir heuer überlegt haben, war, das Publikum statt der dreiköpfigen Jury über den Sieger entscheiden zu lassen. Ich denke, das Publikum würde sich über mehr Mitspracherecht freuen!

Julle: Das Studentenwerk zahlt das Hauptpreisgeld, insofern besteht von dieser Seite natürlich ein Interesse, an der Entscheidung teilzuhaben. (Das Studentenwerk stellt jedes Jahr ein Jurymitglied. Anm. d. Red.) Dieses Jahr hatten wir noch Fabi Eckel (Organisator der „Goldenen Weißwurst“ der StuSta) und Habib Awara (ComOly-Organisator der letzten Jahre) in der Jury. Was wir uns auch überlegen, ist ab nächstem Jahr 2-3€ Eintritt zu verlangen, wie wir das z. B. bei „Fisher and Friends“ gemacht haben. Nachteil ist natürlich, dass dann tendenziell weniger Leute kommen.

  1. Wer sind denn eigentlich eure Sponsoren?

Julle: Wir suchen uns die meistens im Oberdorf. Dieses Jahr haben wir das Olympia Fruchthaus, Olympia Pizzahaus, die Apotheke am Forum, die Metzgerei Emil und Fire Hair gewinnen können. Davon konnten wir dann den zweiten Platz bezahlen, den nicht das Studentenwerk übernimmt.

Magdalena: Und natürlich müssen wir auch die ganze Werbung (Plakate, Flyer, etc.) selbst zahlen.

Vivien: Es wurden auch im Publikum Spenden gesammelt. Das lief dieses Jahr auch gut!

Magdalena: Definitiv besser als nichts. Wir machen zwar keinen riesen Gewinn mit ComOly, aber auch keinen Verlust. Und das Wichtigste ist ja, dass es ein gelungener Abend für alle Beteiligten ist -Künstler, Gäste und Organisatoren!

  1. Habt ihr alle vor, dem ComOly nächstes Jahr noch treu zu bleiben?

Magdalena: Also ich bin nächstes Jahr mit dem Studium fertig und weiß deshalb nicht, ob ich noch hier wohnen werde. Deshalb wird das bei mir wohl der letzte ComOly als Organisatorin sein. Als Gast werde ich bestimmt wiederkommen.

Julle: Joa, mal schaun ne?! Ich bin wahrscheinlich/hoffentlich noch da, aber ich bin trotzdem froh, dass wir dieses Jahr schon zwei Neue dabei hatten und den beiden alles zeigen konnten. Wir, also Magdalena und ich, sind die einzigen im VA, die sich noch richtig mit der Orga auskennen. Seit letztem Jahr sind wir im Ausschuss nämlich komplett neu besetzt.

Vivien: Ich bin nächstes Jahr leider nicht da, aber das Jahr danach bin ich dann wieder am Start.

(Eventmanager Mohamad kommt dazu)

Mohamad: Na klar will ich nächstes Jahr weitermachen. (verunsicherter Blick in die Runde) Ihr seid schon alle noch am Start, oder?

 

ComOly 2018 - Die Menschen dahinter

Von links nach rechts: Vivien Henke, Magdalena Griesbauer, die diesjährige Moderatorin Martina de Oliveira, Mohamad Alachkar und Juliane Westermann

Bevor Mohamad wirklich „the last man standing“ beim ComOly 2019 wird: Falls ein Leser dieses Interviews Interesse an der Organisation vom ComOly 2019 hat, der wende sich vertrauensvoll an den VA, der sich sehr freut! Wer ansonsten beim VA mitmachen will: der Ausschuss trifft sich jeden zweiten Mittwoch um 20:30 Uhr in der Lounge.

Lubika Brechtel

Lubika Brechtel

Lubika, studiert Philosophie, nimmt aber auch privat gerne Menschen und Themen unter die Lupe.

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