Singapore – the „fine“ city – Teil 1

„Sind da nicht Kaugummis verboten?“

Dies ist der mit Abstand häufigste Satz, den man zu hören bekommt, sobald das Reiseziel „Singapur“ erwähnt wird. Dabei (ver-)bietet die sogenannte „fine“ city viel mehr. Neben den „echten“ Straftaten wie Drogenhandel/-besitz und Mord, die hier allerdings immer mit dem Tod bestraft werden, gibt es zahlreiche in Deutschland als „Bagatelldelikte“ gehandelte Vergehen, wofür man in Singapur sehr tief in die Tasche greifen muss. Da wären zum Beispiel 2000 SGD (ca. 1300 €) für Umweltverschmutzung, 1000 SGD (ca. 700 €) für Rauchen in der Öffentlichkeit, 500 SGD (ca. 330 €) bei Essen und Trinken in der U-Bahn.  Allgegenwärtige Hinweisschilder in öffentlichen Verkehrsmitteln, an den zahllosen Einkaufszentren, an jeder Säule jedes Gebäudes erinnern ständig daran in einem streng kontrollierten Polizeistaat zu leben. Obwohl die Verbote durchaus Sinn ergeben, wirkt die Höhe der Strafen doch für deutsche Verhältnisse völlig übertrieben.

In der Realität werden solche „Gesetzesbrecher“ meist nicht strafrechtlich verfolgt. Jedoch schrecken derart hohe Beträge die meisten potenziellen „Sünder“ ab. Wer nicht polizeilich erwischt wird, wird auf sehr häufig besuchten Internetseiten öffentlich gedemütigt und angeprangert. Für solche „reports“ bestenfalls mit Foto erhalten die gesetztestreuen Locals Geld oder Gutscheine, so dass dieses System aus Angst selbsterhaltend ist. Die Aufgabe von uniformierten und bewaffneten Polizisten auf Singapurs Straßen beschränkt sich ebenfalls überwiegend auf Abschreckung. Singapur gibt sich alle Mühe nach außen möglichst perfekt zu wirken. Unzählige Überwachungskameras, Abschreckung durch hohe Bußgelder, under-cover Polizisten sorgen dafür, dass Singapur sauber, schön und sicher ist oder zumindest nach außen scheint.

Wer sich überlegt nach Singapur zu reisen, der sollte sich die Artikel zu unserer Singapur-Reihe anschauen 🙂

Maily

Maily

HOH HOH HOH --- Water joke.

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