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Ein Special im Olydorf: Der Doppelbungalow

Ja, ihr habt richtig gehört: Doppelbungalow. Neben den klassischen Wohnmöglichkeiten Bungalow – normal oder denkmalgeschützt -, Hochhaus oder Stufenbauten gibt es die besondere Art des Bungalows, den Doppelbungalow. Diese Bauwerke befinden sich an den Außenseiten der Gassen und ja, es sieht darin genauso aus, wie es klingt. Es wurden nämlich einfach zwei Bungalows hintereinander zusammengesetzt. Wie man sich das genau vorstellen kann, erfahrt ihr gleich.

Von diesen besonderen Bungalows gibt es nicht viele im Olydorf, sie sind vor allem für Studentenpaare oder Alleinerziehende mit Kind gedacht. Doch mit ein wenig Geduld und Glück schafft man es auch als „normales“ Paar ohne Kind ein solches Exemplar zu ergattern. So erging es zum Beispiel Madeleine, die nach langem Warten dieses Jahr nun endlich mit ihrem Freund Dominik zusammen einen Doppelbungalow beziehen durfte. Die beiden waren so freundlich, uns einen Einblick in ihr gemütliches Heim zu gewähren.

Wir beginnen von außen: Man sieht keinen großen Unterschied zu den normalen Bungalows. Eine liebevoll bemalte Außenfassade, der Balkon schön mit Blumen geschmückt – selbst im Oktober noch! Nicht fehlen darf natürlich der Biomüll des GRAS-Ausschusses. Doch wenn man genauer hinsieht, erkennt man, dass wir nur ein kleines Fenster entdecken können, nicht die üblichen zwei, deren Schaufenster teilweise sehr kreativ dekoriert sind. Die bekannte Fenstersituation befindet sich nur auf der Rückseite, da allerdings ohne Tür. Das kleine Fenster, das wir vorne sehen, gehört zum Bad.

Wir treten ein. Als erstes fällt der schöne eingelegte Laminatboden auf, der den Bungalow gleich viel gemütlicher macht. Auf der linken Seite findet man, anders als bei den normalen Bungalows, als erstes das Bad. Es ist etwas größer und dank des kleinen Fensters auch viel heller und freundlicher als normal. Die Dusche ist allerdings etwas kleiner gehalten.

Das Waschbecken ist genauso klein, allerdings hat man etwas mehr Ablageflächen. Highlight des Bades bleibt das kleine Fenster, das Madeleine mit einer blickdichten Folie überzogen hat, die aber zum Glück nicht das Licht aufhält.

Wir gehen zurück in den Eingangsbereich. Hier hat das Paar eine Garderobenwand angebracht, die einem den Eindruck gibt, in einer richtigen Wohnung anzukommen.

Nach dem Bad führt die Treppe hinauf ins obere Stockwerk. Wir gehen aber erst einmal geradeaus in den Küchen- und Wohnbereich.

Hier fällt direkt auf, dass der Küche weitaus mehr Platz zugewiesen wurde als im Standardbungalow. Gerade die Arbeits- und Abstellfläche ist um Einiges größer. Es bleibt allerdings bei den standardmäßigen zwei Herdplatten. Rechts unter der Spüle steht normalerweise der kleine Kühlschrank, den wir in allen Wohnungen im Dorf finden. Madeleine und Dominik haben ihn aber gegen Ofen und Spülmaschine getauscht und sich rechts neben der Küche einen großen Kühl- und Gefrierschrank zugelegt. Das lohnt sich schon für zwei. Ein Manko in der Küche stellt der fehlende Dunstabzug dar. Dieser wurde in den Doppelbungalows mit der Begründung, es gebe ja Fenster, weggelassen.

Neben dem Kühlschrank bringen zwei kleine Fenster Licht in den Wohnbereich. Der Bereich besteht aus Esstisch, großer gemütlicher Sofalandschaft, die man noch ausziehen kann, sowie Regalwand mit TV.

Auch Kater Sully, den wir bereits bei der Olydorfsafari kennengelernt haben, findet hier seinen Platz. Man erkennt die Rückseite des Bungalows mit den typischen Bungalow-Fenstern. Auf der rechten Seite ist noch der Arbeitsplatz mit Schreibtisch und PC untergebracht.

Ursprünglich gab es eigentlich zwei dieser grünen Regale, die beiden haben aber nur eines behalten.

Damit sind wir fertig mit dem Untergeschoss und machen uns auf den Weg nach oben.

Anders als beim normalen Bungalow gibt es ein richtiges Treppenhaus und ich konnte angenehm überrascht feststellen, dass die Stufen auch nicht so hoch sind. Beim Aufstieg hat man schon Ausblick auf den Balkon der Vorderseite. Durch das große Fenster wirkt alles sehr freundlich und lichtdurchflutet. Und ja, richtig gehört, Balkon auf der Vorderseite, es gibt auch einen auf der Rückseite. Da beim Doppelbungalow zwei einzelne aneinandergesetzt wurden, kann man von zwei Balkonen profitieren, also entweder zu jeder Tageszeit die Sonne genießen oder ihrer Hitze entfliehen.

Madeleine und Dominik haben die Möglichkeit so genutzt, dass auf der einen Seite ein gemütlicher Sitzbereich, auf der anderen die Hängematte zu finden ist.

Zwischen den beiden Balkonen befindet sich das große, durch die beiden Fensterseiten lichtdurchflutete Schlafzimmer.

Die Schrankwand kann durch eine Leiste an der Decke auch als Raumtrenner verwendet werden, um beispielsweise Kater Sully den Zugang zum offenen Balkon zu versperren – ursprünglich wahrscheinlich für die Kinder im Bungalow gedacht.

Und damit endet unsere kleine Roomtour durch den Doppelbungalow von Madeleine und Dominik auch schon. Es war sehr interessant, mal einen Blick in dieses Special-Gebäude unseres lieben Olydorfs werfen zu können. Und wir bedanken uns bei den beiden sehr herzlich, dass sie dazu bereit waren, ihr gemütliches Heim mit uns allen zu teilen.