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4 Möglichkeiten, im Alltag etwas Gutes zu tun

– Teil 3 –

Forest – konzentriert lernen und dabei Bäume pflanzen

Nun, was man macht als Student, wenn man gerade kein Netflix schaut? Oder genauer gesagt: was sollte man eher machen? Richtig: Lernen.     
Und Überraschung! Selbst dabei kann man tagtäglich für die Umwelt – wenn auch nicht im gleichen Umfang wie bei den vorherigen Optionen – etwas Gutes tun!

Es geht wieder um eine preisgekrönte App, die es sowohl im Google- als auch im Apple-Store zum Herunterladen gibt und die schon seit Jahren für die Nutzer gleich mehrere Features zu bieten hat.

  • Problematik

Zunächst aber zum Problem: Forest konzentriert sich nicht auf die Lösung eines spezifischen Problems wie „Share the Meal“ oder „Plantyflix“. Gleichwohl kann aber die Nutzung der App ebenfalls einen kleinen Beitrag für eine bessere Welt leisten und ebenso gut bei der Verwirklichung rein eigennütziger Ziele helfen (dazu später mehr).
Wenn man also den Kernpunkt des zu lösenden Problems analysieren möchte, muss man sich eher Forest´s Kooperationspartner in diesem Bereich anschauen, nämlich die Non-Profit-Organisation „Trees for the Future“.

Diese hat gleich zwei Kernpunkte zum Gegensand. Einerseits sollen Bäume gepflanzt werden (womit bei „Forest“ auch überwiegend geworben wird), andererseits ist der endgültige Zweck ein gut durchdachter langjähriger bzw. 4-jähriger Prozess, um Familien in schwierigen Verhältnissen damit zu helfen, eine eigene Einnahmequelle aufzubauen und auch genügend für den Eigenbedarf zu produzieren. Es wird also nicht nur bezweckt, dass sie Bäume pflanzen und sich eine gewisse Zeit um diese kümmern, sondern vielmehr, dass die Familien mit den zu pflanzenden Bäumen bei Entwicklung ihrer eigenen selbstständigen Bauernhöfe nachhaltig unterstützt werden.[1] Demensprechend werden dann im Idealfall gleich zwei der „Sustainable Deveopment Goals der UN“ vorangetrieben, nämlich „SDG 2“ (Zero Hunger) und „SDG 15“ (Life on Land).[2]

  • Lösungsansatz und dessen Vorteile

Gleichermaßen Vielseitig, wie die Herangehensweise des Kooperationspartners „Trees for the Future“, ist auch das Konzept der App Forest selbst. Denn bei Forest geht es auch nicht lediglich darum, Bäume anzupflanzen (was natürlich der Hauptgrund ist, weshalb wir sie euch vorstellen), sondern auch um die konzentrierte Durchführung all jener Aufgaben, bei denen man das Handy eher weglassen sollte. Die Idee dahinter klingt an sich ganz einfach und es ist – könnte man fast behaupten – wie ein Spiel, das scheinbar unter die Kategorie „Produktivität“ fällt.
Ganz grundsätzlich handelt es sich darum, einen virtuellen Wald anzulegen, indem man bei der Nichtnutzung seines Handys, je nach beabsichtigter „konzentrierter Zeit“ eine bestimmte Anzahl an Bäume, anpflanzen kann. Nutzt man währenddessen sein Handy – oder genauer gesagt die Apps die sich nicht in der „whitelist“ befinden – so sterben die Bäume, die gerade am Aufwachsen waren. Bleibt man bis zum Ende der Zeit „konzentriert“, so erhält man als Belohnung die Bäume für seinen virtuellen Wald.       

Wie wir es aber eingangs erwähnt haben, geht es ganz wohl auch um das echte Pflanzen von Bäumen und nicht lediglich um eine einfache Produktivitäts-App. Genau da kommt die Non-Profit-Organisation „Trees fort the Future“ ins Spiel, um den „Forest“-­Nutzern die Möglichkeit zu bieten, mit ihrer durch die konzentrierte Zeit erlangten Coins, auch echte Bäume wachsen zu lassen. Für gerade mal 2500 Coins, sprich knapp 59 Stunden Lernen, kann man bei „Forest“ bzw. „Trees for the Future“ einen echten Baum auf einem der Bauernhöfe (Forest Gardens) pflanzen lassen. Bis zur Veröffentlichung dieses Artikels sind auf diesem Wege 865.096 neue Bäume und damit neue Möglichkeiten für die unterstützten Familien, allein durch die Nutzung der App, entstanden.[3]


Zwar kann man maximal fünf echte Bäume anpflanzen, allerdings muss man dafür in der Tat nichts Weiteres unternehmen, als die 2,29 EUR der pro Version zu bezahlen und einige Stunden konzentriert zu lernen. Eine günstige Gelegenheit also, um sich beim Lernen zu konzentrieren, motivieren und dabei der Umwelt und den Familien von „Trees for the Future“ zu helfen. 

  • Wie kann ich die App im Alltag einsetzten?

Grundsätzlich ist „Forest“ in den Studentenalltag sehr einfach zu integrieren. Es bedarf aber natürlich einiges an Disziplin und Strukturlust (evtl. nur Strukur?), um die App tatsächlich im Alltag optimal nutzen zu können. Am besten hat man diese bei den „Lernzeiten“ parat und nutzt sie nicht nur um konzentrierter zu arbeiten, sondern eben auch, um die eigene Handynutzung nachzuverfolgen. Ebenfalls möglich wäre es von der App bei anderen Aktivitäten zu profitieren: wie z.B. beim Lesen, mit Freunden kochen oder eben zum konzentrierten Ansehen der letzten Folge euerer Lieblingsserie.


[1] Zum Impact Report von Trees For the Future geht es unter:

[2] https://www.un.org/sustainabledevelopment/sustainable-development-goals/

[3] https://www.forestapp.cc