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Olydorf Sustainable Goals

Folge 3.

Wer kennt sie nicht, die Modehäuser wie H&M, Zara und Primark. Wer an Fast Fashion denkt, hat meistens eins dieser Modehäuser im Kopf. Wo früher einmal 12 Kollektionen pro Jahr üblich waren, sind es mittlerweile teilweise 24 Kollektionen (z.B. Zara). Hersteller im Luxus- und Designer Segment kommen dagegen auf zwei bis vier Kollektionen pro Jahr (Frühjahr/Sommer und Herbst/Winter).

Da die Fast Fashion Kleidung jedoch billig und in Entwicklungsländern produziert wird, spielt bei der Herstellung die Umwelt eher eine untergeordnete Rolle. So wird Kleidung dank günstiger Fast Fashion zum Wegwerfprodukt. Eine enorme Verschwendung, wenn man das bedenkt. Die nachhaltigste Kleidung hatte ohne Zweifel der Kaiser in Hans Christian Andersens Märchen.

Wie ihr euch jedoch trotzdem umweltbewusst kleidet und nicht nackt durchs Olydorf spazieren müsst, das erzählen wir euch in der finalen Folge.

On Top gibts noch paar Tipps wie ihr auch bei Reisen das Umweltbewusstsein nicht hinter euch lässt oder warum kaputte Dinge nicht sofort weggeworfen werden müssen.

Sustainable Goal #6: Kleidung bewusster einkaufen

Ein wertvoller Tipp für mehr Nachhaltigkeit in deinem Alltag ist ruhig auch Mal Second Hand einzukaufen oder die gebrauchte und noch gut-aussehende Kleidung auf Wiederverkaufsplattformen zu tauschen bzw. verkaufen. Fast Fashion sollte eigentlich alleine aus ethischen eigentlich so gut wie möglich gemieden werden. Beim Modekauf lieber genau hinterfragen, woher kommt die Ware. Auch wo und von wem wurde sie denn überhaupt produziert. Die Textilindustrie setzt bei der Herstellung von Jeans, Shirts und Co. gesundheits- und umweltgefährdende Chemie ein, die teilweise von den Fabriken (vor allem in Asien) ungefiltert als Abwasser in Flüsse abgeleitetet wird. Wo wir günstig Kleidung in Massen kaufen, werden Menschen auf der anderen Seite des Globus ausgebeutet und leiden unter den giftigen Umwelteinflüssen.

Doch auch Designerkleidung sind nicht bedenkenlos zu kaufen. Auf dem Etikett steht vielleicht „Made in Italy“, in vielen Fällen kann das auch für Ausbeutung von Menschen bedeuten.

Ökologisch hat das Prinzip ‚Fast Fashion‘ katastrophale Auswirkungen. Alleine um ein Kilogramm Baumwolle herzustellen werden durchschnittlich 11.000 Liter Wasser benötigt. Das entspricht pro T-Shirt etwa 2.000 Liter. Welche Umweltfolgen das sein können, kann man traurigerweise ganz gut am Aralsee in Usbekistan sehen. Innerhalb weniger Jahrzehnte ist dieser wegen der intensiven Bewässerung auf 10% seiner ursprünglichen Größe geschrumpft.

Wer lieber neue Kleidung kaufen will, sollte trotzdem sollte den Fokus zumindest auf ökologische Produktionen wie Bio-Baumwolle setzen oder direkt auf nachhaltige Mode umsteigen.

interaktive Karte für Eco-Fashion Läden:

http://Detox Konsum-Alternativen https://goo.gl/maps/TbAFApJyuQ2DtGwm8

Links zu coolen Secondhand Shops:

https://picknweight.de/

https://www.vintagerevivals.de/de/store-muenchen?gclid=CjwKCAjwlID8BRAFEiwAnUoK1VVwdhpM8DLYVhfpDlDH5ZrRMMROucAADKWSVz5pqs9rNVKxRrfx8xoC3IQQAvD_BwE

http://www.capricorn-store.com/https://vinokilo.com/de/pages/events

https://www.resales.de/de

https://www.onimos.de/

Nachhaltige Mode aus München:

https://womom.de/

https://www.thokkthokkmarket.com/

https://www.deargoods.com/stores

Kleider online ausleihen:

https://kleiderei.com/

Links zu online Wiederverkaufsplattformen für Kleidung:

https://www.kleiderkreisel.de/

https://zadaa.co/de/?utm_source=adwords&utm_medium=cpc&utm_campaign=zadaa&gclid=CjwKCAjwlID8BRAFEiwAnUoK1VRmR9WXZchH5toMJhPtq7h5gveYH1LnNJ7hNq9ErxwC5a-DiLu-ZxoCZSAQAvD_BwE

https://www.maedchenflohmarkt.de/

Sustainable Goal #7: „Sanft“ verreisen

Laut einer Studie der Universität Lüneburg aus dem Jahr 2017 interessieren sich 70 Prozent der Deutschen für nachhaltiges Reisen, doch gerade einmal 7 Prozent haben tatsächlich auf Nachhaltigkeit geachtet. Im Fachjargon heißt das sanfter Tourismus.

Beim nachhaltigen Reisen sollte man auf ökologische, soziale und kulturelle Aspekte achten. Also der Zweck der Reise spielt eine sehr große Rolle. Flieg ich nach New York zum Christmas Shopping oder will ich nur nach Bali um am Strand zu chillen? Dafür sollte man auf Langstreckenflüge wirklich verzichten. Solange man nicht an der Kultur interessiert ist oder etwa sein Weltbild erweitern will, indem man nach Peru reist um den Machu Picchu zu sehen, ist der CO2 moralisch vertretbar.

Wer will kann zusätzlich einen CO2 Ausgleich leisten. Diese Art Spende wird nämlich in Klimaschutzprojekte investiert. Aber das ist lediglich fürs schlechte Gewissen, denn die Emissionen lösen dadurch nicht in Luft auf.

Was es nachhaltiges Reisen angeht, spielt die Reiseplanung auch eine große Rolle. Bei der Flugbuchung unbedingt so wenig Zwischenstops wie möglich haben, denn bei Start und Landung wird besonders viel CO2 ausgestoßen.

Wer nicht unbedingt die sieben Weltmeere bereisen muss und trotzdem Strand und Meer im Urlaub braucht, steigt direkt auf Auto oder Van um und packt zugleich noch paar Freunde ein, damit der CO2 Ausstoß pro Kopf sinkt.

Wer dem aktuellen Trend folgt, geht eh lieber campen! Wenn ihr mit Zelt, Camper oder Van angekommen seid, dann zieht den Markt dem Supermarkt vor und versucht natürlich so gut es geht verpackungsfrei einzukaufen.

Falls Strand, Flora und Fauna genauso aussehen wie der Englische Garten oder die Isar an einem Sonntag Morgen, dann opfert doch vielleicht mal 30 Minuten am Tag um die Hinterlassenschaften anderer wegzuräumen, damit Strand und Meer sauber bleiben.

Denn wir wissen: Plastik im Meer ist nämlich uncool. 🙁

Sustainable Goal #8: Reparieren statt wegwerfen

Unser letzter Tipp klingt auf den ersten Blick vielleicht mega schwer und kompliziert – ist aber eigentlich super easy umzusetzen. Aber alles von Anfang…

Für die Herstellung neuer Produkte werden viele Ressourcen und viel Energie benötigt und nicht alles was defekt ist, muss wirklich in die Tonne. Während der Produktion wird zum einen viel CO2 freigesetzt, doch der andere besorgniserregende Fakt ist einfach, dass pro Jahr 100.000 Tonnen Elektroschrott alleine aus Deutschland in Dritte Welt Länder geschoben werden. Dort schlachten und verbrennen hauptsächlich Kinder PCs etc. aus um an wertvolle Metalle wie Kupfer zu kommen.

Obwohl viele Geräte repariert werden könnten, laden trotzdem eine Unmenge an Elektroschrott im Müll. Hauptsächlich weil viele Menschen nicht mehr wissen wie man Dinge repariert.

Und wir sagen dazu: Bevor ihr (Elektro-)Geräte weg werft, fragt in eurer Nachbarschaft oder Community erst nach Hilfe. Außerdem gibt es in München sehr viele sogenannte Repair Cafés. Dort habt ihr in der Regel alle ein bis zwei Monate die Möglichkeit defekte Dinge von Elektronikgeräten, Spielzeug bis Kleidung von Ehrenamtlichen reparieren zu lassen. Alleine auf der Website der AWM (Abfallwirtschaftsbetrieb München) findet man über 20 Repair Cafés.

https://www.awm-muenchen.de/abfallvermeidung/reparieren-statt-wegwerfen/repair-cafes.html


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